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Donald Trump – Chance für Europa?

Heute, am 09.11.2016, passierte eine politische Revolution in den USA, das „Unmögliche“ wurde Realität. Donald J. Trump ist mit großem Abstand auf seine Rivalin Hillary Clinton zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden.

Entgegen der Erwartungen von etablierten Medien auf der ganzen Welt, konnte sich der durch seine eierdottergelbe Frisur hervorhebende Kandidat deutlich von seiner Konkurrentin absetzen. Das wahre Ausmaß seines Sieges ist zu diesem Zeitpunkt (17:37 Uhr) aufgrund mehrerer noch auszuzählender Staaten nicht abzuschätzen. Doch stellt sich für uns Identitäre in Europa vor allem eine Frage: Was bedeutet sein Sieg für uns und unsere Zukunft?

Eine Chance für Europa?

Amerikanische Interessen und das Wohl Europas? Schließt sich nicht beides gegenseitig aus? Hierzu ist es nicht nur ratenswert die nüchterne Analyse der Positionen Trumps von Alexander Dugin anzuschauen, sondern sich Stück für Stück die außenpolitischen Positionen Trumps vorzunehmen und sie mit den Interessen Europas zu vergleichen. Dabei ist auch im Hinterkopf zu behalten, dass innenpolitische Positionen zwangsweise außenpolitische Handlungsweise nach sich ziehen. Donald Trump bildet da keine Ausnahme.

Drain the swamp – gegen die alten Eliten

Was Donald Trump von Anfang an von bisherigen Präsidentschaftskandidaten unterschied, war sein Kampf gegen das politische Establishment Washingtons: Unter dem Schlagwort „drain the swamp“ wetterte er gegen den korrupten Politbetrieb (verkörpert in den Washingtoner Politikerdynastien wie zb. den Clintons). Der „Sumpf“ umfasst dabei nicht nur die Washingtoner Politikdynastien, wie etwa die Clintons vom Triebtäter Bill bis zur gewissenlosen Mörderin „Hillary“, sondern auch explizit den seit Dwight Eisenhower zum Selbstläufer gewordenen militärisch-industriellen Komplex der USA.

Make America Great Again! – Der Anfang vom Ende des amerikanischen Imperialismus

Doch nicht nur das: Gleichzeitig positionierte sich Trump als vehementer Gegner der Globalisierung. So kritisierte der Präsidentschaftskandidat das globalistische Handelsabkommen TTIP und Versprach anstatt eines verstärkten Freihandels Protektionismus für die amerikanische Industrie und eine Reindustrialisierung der USA. Eine Forderung die Trumps Kernwählerschicht, der weißen Mittelklasse, direkt aus dem Herzen sprach – und wohl auch die Patrioten und Globalisierungskritiker Europas begeistert.

Eine Position, die sich automatisch gegen das Projekt einer unipolaren Globalisierung unter Führung Amerikas sowie die weltweite Ausbreitung amerikanischer Wertvorstellungen richtet. „Make America great again!“ bedeutet für Trump laut eigenen Aussagen eben auch das Ende amerikanischer Interventionen zwecks Regimechange. Eine Revolution in der amerikanischen Außenpolitik – ein Segen für die freien Völker dieser Welt.

Im Gegensatz zum Establishment scheint er die Lektion aus den gescheiterten Abenteuern im Irak und Afghanistan gelernt haben. Gleichzeitig will er den IS, welchen seine Gegnerin Hillary Clinton als Außenministerin groß gemacht hat, bekämpfen.

In Bezug auf Russland verspricht Trump ein Ende der amerikanischen Provokationen und eine Zusammenarbeit mit Putin im Kampf gegen den Terror. Der Dritte Weltkrieg scheint bis auf Weiteres verschoben worden zu sein. Eine Kooperation im Kampf gegen den islamischen Terror hingegen die unmittelbare Zukunft zu sein.

Fazit: America First 2.0

Insgesamt scheinen seine Außenpolitischen Versprechungen also auf eine Art „neuen Isolationismus“ der Amerikaner und damit ein Ende des Amerikanischen Imperialismus hinauszulaufen. Das bedeutet natürlich nicht für Europa ein plötzliches Ende der amerikanischen Vorherrschaft und die vollständige Souveränität. Die NSA wird uns weiterhin bespitzeln und die USA ein gewisses Interesse daran haben, dass ihr Einfluss in Europa bestehen bleibt.

Doch wird die europäische Bewegungsfreiheit größer werden und damit die Möglichkeiten patriotischer Politik – bis hin zu einem freien und souveränen Europa in einer Multipolaren Welt der Zukunft. Auch in dieser werden die USA ein wichtiger Machtpol sein – aber neben einem souveränen Europa und einem starken Eurasien eben nur einer unter vielen.

Im Vergleich zur wahnsinnigen „policy of chaos“ sowie dem „American plan for a new Middle East“ sind diese Positionen geradezu traumhaft – aber eben noch nicht die Erfüllung aller Träume, die wir Identitäre von Europa haben.

Ein auf sich bezogenes Amerika wird sich aber mehr mit sich selbst und seinen Problemen – von Black Lives Matter und den ethnischen Spannungen bis zum Liberalismus selbst – beschäftigen. Und damit ein Ende des globalistischen „Empire“ nach sich ziehen.

„Make America Great again!“ hat seine philosophischen Wurzeln eben nicht im universalistisch-gestörten „Manifest Destiny“, sondern in der Sehnsucht des „kleinen Mannes“, also des Volkes, nach Grenzen, Sicherheit und einer Zukunft für die eigenen Kinder. Ein zutiefst menschliches Verhalten, auf das man auch keinen verfehlten Antiamerikanismus lenken sollte.

Die normalen Amerikaner sind eben keine Feinde Europas, sondern Verbündete im Kampf gegen jenes „American Empire“, dass nicht nur uns Europäern unsere Freiheit raubt, sondern auch die Söhne der USA im Wüstensand des Nahen Ostens und den Bergen Afghanistans verrecken lässt. Dies gilt es immer zu bedenken.

Weder Trump noch Putin, so sehr auch einzelne Politikaspekte der beiden Politiker für uns vorbildhaft sein mögen, werden die Reconquista Europas vorantreiben – das liegt allein an uns selbst.

Make Europa great again!

Doch gerade im Wahlsieg Trumps liegt ein großer Motivationsschub für uns Europäer im Kampf um unsere Identität: Wenn die europäischstämmigen Amerikaner dazu in der Lage sind, sich gegen den Willen des mächtigsten militärisch-industriellen Komplex der Welt, das größte und widerwärtigste Medienkonglomerat dieser Erde und eine brutal bis mörderisch politische Korrektheit ihre Freiheit zurückzuholen, dann können wir Europäer das auch. Wenn die Bürger der USA das „Unmögliche“ möglich gemacht haben, dann können das selbe auch wir Europäer erreichen. Wenn der Sieg Trumps vor allem eines für uns sein sollte, dann eine Mahnung den allgegenwärtigen „Wir können das nicht schaffen“ Defätismus im patriotischen Lager hinter uns zu lassen und wieder mehr in unsere eigene Kraft zu glauben.

Nachdem die US-Amerikaner die USA „great again“ machen, liegt es nun auch an uns Europäern, das selbe mit unserem Kontinent zu tun. Erste Verspannungen zwischen Angela Merkel und dem Mann, der sie wegen ihrer „Open borders“ Politik als wahnsinnig erkannte, sind schon festzustellen. Die „Alt-Right“ und ihre Unterstützung für Trump kann uns dahingehend Vorbild sein, wie außerparlamentarische und parlamentarische Kräfte zum Wohl des eigenen Volkes zusammenarbeiten können. In dieser Hinsicht dürfen wir sie gerne nachahmen.

Let’s make Europa great again!

 

Über Alexander Markovics

Alexander Markovics
Geboren 1991, BA Geschichte, studiert in Wien den Masterstudiengang Geschichte sowie die Autoren Alain de Benoist und Alexander Dugin. Mitglied der IBÖ - Landesgruppe Wien.

7 Kommentare

  1. „Weder Trump noch Putin … werden die Reconquista Europas vorantreiben- das bleibt allein uns selbst vorbehalten.“ – Sehr richtig, aus Ankündigungen und Versprechungen in einem bizarren Wahlkampf Schlüsse für die ZukunftvEuropas zu ziehen, ist gefährliche Spekulation. Allein die Tatsache, daß eine Wahlauseinandersetzung gegen das gesamte Establishment ergolgreich sein kann, sollte uns Mut machen.

  2. Guter Artikel, dem ich hinzufügen möchte, dass sich meine persönliche Furcht vor einem Krieg gegen Russland deutlich abgeschwächt hat. Aber was soll eine solche Unsachlichkeit?: „Triebtäter Bill“.
    Wenn ihr nicht wollt, dass die Menschen der Völker sich abwenden, lasst sie mit eurer 50-er-Jahre-„Moral“ zufrieden.

  3. Es ist in den Vereinigten Staaten geschafft – Frieden – jetzt Europa – die alternativen Medien haben weltweit den Erfolg Trump entgegen der Massenmedien für sich zu verbuchen. Artikel hier wurde auch dort verlinkt http://www.666.is/2016/11/lugenpresse-knockout-trump-sieg.html – weiter so – make Europe great again!

  4. As an American and supporter of TRUMP, please let me just say that I believe things will not only improve in the USA because of the new administration 1/20/17 but for Europe and globally. If our economy improves as well as our foreign relationships that have been damaged by 8 yrs of OBAMA. We ALL WILL BENEFIT.

    While racism and bigotry exists in every country to some degree including US as all can see by certain groups, movements etc… TRUMP is DEFINITELY NO RACIST OR BIGOT. The OVERWHELMING MAJORITY OF HIS SUPPORTERS are not either, regardless of what the reporters have been harping on…in fact Trump was clear in saying HE DIDN’T LIKE NOR SUPPORT OR HAVE ANYTHING to do with any „white supremacist“ or „white radical“ groups or views. One can’t control who likes him or votes for him but US media and DEM party has started this DISGUSTING accusations because they CAN’T ACCEPT defeat and THEY are clearly the prejudice ones.

    I believe if we can have a cordial relationship with Russia-Putin and THATS A GOOD THING globally. The LIBERALS in US would have the world believing there is so hidden „plot“ „best friends“ between leadership in US & Russia but it’s ALL FALSE…I hope globally we can WIPE OUT ISIS, AL QAEDA etc…and get all of our countries back to great relationships and enjoying traveling doing great business under peace and happiness!!
    Americans love all people , just not terrorists organizations!!

    • Seltsamer Kommentar.

      Ihre Deutschkenntnisse sind gut genug, um den Artikel lesen und verstehen zu können, aber nicht gut genug, um auch in meinetwegen gebrochenem Deutsch zu antworten? Warum wirbt eine Pro-Trump Aktivistin auf einer Deutschen Seite und dann auch noch auf der der IB um Vertrauen in Donald Trump? Ist das gezielt, oder lediglich die Folge eines Verteilers für einen Rundbrief, in den auch die IB geraten ist? Hält sie diese Seite, den Artikel womöglich für einen Anti-Trump Artikel? Doch selbst wenn ja, davon gibt es doch Abertausende. Von wem bekommt sie dafür also womöglich Geld? Oder können womöglich moderne Spam-Roboter mittlerweile auch schon Gab Captcha 2 Anti-spam protection erkennen und austricksen? Wie weit ist heute womöglich schon künstliche Intelligenz, AI?

  5. Denn bei Trump fällt mir vor allem eines auf: Alle Welt soll glauben, dass er anders ist.

    Das haben aber auch schon alle bei (Messias, Erlöser) Obama geglaubt (oder sollten es zumindest glauben).

    Egal aber ob „good“ cop oder „bad“ cop, beide sind amerikanische cops, und verfolgen damit (unterm Strich, am Ende der Rechnung) die Interessen der VSA.

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