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Replik auf den Falter - Martin Lichtmesz

Lichtmesz: Replik auf den Falter

Der Falter 17/2016 brachte einen dreiseitigen Bericht über die „Identitäre Bewegung in Wien“, kokett „Aufstand der braunen Bobos“ betitelt, wobei mir nicht ganz klar ist, ob damit die Identitären oder die Leser des Leib-und Magenblattes des Wiener Bobotums geärgert werden sollen.

Wie zu erwarten, haben die Autoren – ob nun der in der Printausgabe ebenfalls genannte Matthias Dusini oder Stefanie Panzenböck das maßgebliche Genie war, sei dahingestellt – in ihren Text hineingehitlert, was das Zeug hält, und zwar auf eine so abgenudelte Weise, daß ihr Unterfangen an den Rand der Selbstparodie geraten ist. Da immerhin ein Großteil des Textes halbwegs sachlich gehalten ist, kann man die Ausrutscher wahlweise als Abwehraffektkurzschlüsse oder Nebelkanonen lesen, wobei ich großzügig von Hanlon’s Razor Gebrauch machen möchte: „Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“

Allerdings hätte Stefanie Panzenböck in dieser Hinsicht wenig Ausreden parat: nach Auskunft von Martin Sellner hat er ihr bestimmte inhaltliche Punkte der IB ausführlich erklärt, nur um im Text die üblichen Verzerrungen und Falschbehauptungen zu finden. Man kann natürlich von keinem Journalisten verlangen, die Ansichten seines Interviewpartners zu übernehmen, allerdings sollte er zumindest imstande sein, sie korrekt wiederzugeben. Oder auch nur markieren, was die Aussage des Gegenübers und was die eigene Interpretation oder Meinung dazu ist.

Daß nun kaum ein Text über die Identitäre Bewegung oder die „Neue Rechte“ etc. ohne Genrenummern dieser Art auskommt, darf man getrost als geistige Bankrotterklärung lesen: die Linke ist einfach nicht mehr fähig, auf der inhaltlichen Ebene zu kontern, weshalb sie abwechselnd zu zwei verschiedenen Strategien greift:

1. Man baut einen Strohmann auf, und atttackiert das Gegenüber dann für Behauptungen, die dieses gar nicht aufgestellt hat.

2. Man kontert entweder mit im Gesamtbild bedeutungslosen Ausnahmen oder mit nicht minder irrigen Generalisierungen.

Darüberhinaus gilt, was Jim Goad einmal getwittert hat:

If you disagree with someone who has a Dumb Belief System, they will automatically think you identify with a competing Dumb Belief System.

Zunächst ein paar persönliche Dinge. Amüsiert hat mich, wie meine Wenigkeit beschrieben wird:

Martin Lichtmesz, 1976 in Wien geboren, ist das Gegenteil von Stammtisch: Mit dem zerzausten Haar, dem kecken Bärtchen und dem kragenlosen weißen Hemd wirkt er wie dem Literaturseminar entsprungen. Hektisch an einem Zigarillo zuzelnd, stellt er seinen Lieblingsautor vor.

Etwas später heißt es, ich spreche „wie ein Bildungsbürger“:

Wenn er das Wort „Rassenmischung“ verwendet, entschuldigt er sich: „Ich weiß, ein böses Wort“, und winkt mit den Fingern Gänsefüßchen.

Na, ich weiß nicht, wie Panzenböck darauf kommt, daß Renaud Camus mein „Lieblingsautor“ sei, zumal ich im Laufe des Vortrags darauf hingewiesen habe, daß er ein zuweilen äußerst spröder, repetitiver und idiosynkratischer Schreiber ist, den ich zwar schätze, aber der weit entfernt davon ist, zu meinen literarischen Favoriten zu zählen. Aber das nur nebenbei.

Entscheidender ist, daß sie den Kontext unterschlägt, in dem ich das pöhse Wort verwendet habe: ich habe schlicht einen Ausdruck von Nicolas Sarkozy übersetzt, der in einer Rede davon sprach, daß die „métissage“ für die Franzosen eine „obligation“ (Pflicht) und ein „Imperativ“ sei, und das heißt nun einmal, desolé, „Rassenmischung“ (schlag nach bei dicct.cc. oder Google Translate).

Kaum hatte ich das Wörtchen ausgesprochen, begannen Panzenböck und ihr Kollege Wolfgang Rössler von der NZZ wie auf Knopfdruck Notizen zu machen, als hätte Pawlow ein Glöckchen geläutet. Rössler hat sich übrigens ganz besonders fest daran gerieben, daß ich in einem Vortrag über Frankreich französische Wörter fallen ließ (huch), und stellt dies nun als eine Art von „bildungsbürgerlichem“ Distinktionsbedürfnis dar. Rössler konnte man indes schon auf zehn Meter Entfernung die Feindseligkeit und den Willen zur böswilligen Filterung ansehen. Ebenso, daß er ohnehin schon im Vornherein wußte, was er schreiben wird. Nachdem ich Panzenböck zur Begrüßung die Hand gegeben hatte, wandte ich mich an ihn, unsere beiden Hände zuckten reflexartig von vorne, und sanken nach einem kurzen Blickwechsel ebenso reflexartig wieder zurück, so groß war die spontane wechselseitige Sympathie.

Rössler stammt schon rein optisch aus dem gleichen geistigen Amphibienteich wie etwa Georg Diez oder Jakob Augstein, ressentimentgeladene Hysteriker, die eher um die (ich bin meinem Image diesen bildungsbürgerlichen Ausdruck schuldig) arschoffene denn die „offene Gesellschaft“ besorgt sind und sich mit entsprechender Verve in der Einpeitscherrolle gefallen. Panzenböck wirkte leicht verschreckt, vielleicht war sie schockiert darüber, daß die meisten Besucher in der Höhle des Löwen, wie sie später schrieb, „Normalos“ waren und einer gar mit einem Rage-Against-the-Machine-T-Shirt herumrannte. Was nun den „Bildungsbürger“ betrifft, so ist mir nicht ganz klar, was die Autorin ihren Lesern damit sagen will oder was sie sich denn darunter vorstellt, vielleicht auch nur einen Zeitgenossen mit einem weniger unbeholfenen Wortschatz als der durchschnittliche Falter-Schreiber.

Kommen wir nun zu den eigentlichen Perlen des Artikels. Panzenböck stellt Martin Sellners Abkehr von seinem Jugendaktivismus in NS-Kreisen als rein taktisches Manöver dar, oder vielmehr: sie stellt es so dar, als würde er es selbst so darstellen, und zieht keine klare Linie zwischen ihrer Interpretation und dem, was er ihr tatsächlich in einem langen mündlichen Interview gesagt hat. Wenn sie nun der Ansicht ist, daß Sellner der Welt und der IB seit Jahr und Tag in zig Artikeln, Vlogs und Reden etwas vormacht, dann sei ihr das unbenommen, aber dann wirft das auch ein interessantes Licht auf ihre Urteilskraft und ihre journalistische Redlichkeit.

Einen Goldenen Godwin gewinnt dieser geniale Satz: „Statt Auschwitz zu leugnen, attackiert man heute die ‚Lügenpresse‘ und die ‚Flüchtlingslüge’“. Eine Nonsensanalogie, die allein darauf beruht, zwei oder drei Wortkombinationen mit einander zu verknüpfen, weil in ihnen das Wort „Lüge“ vorkommt (ist ja nun nicht gerade so, daß Linke nicht ihrerseits die Rechten der Lüge bezichtigen würden). Wer demnach der Ansicht ist, daß die Presse lügt oder frei nach Michael Klonovsky lückt (von „Lückenpresse“) oder daß der Begriff „Flüchtlinge“ über weite Strecken nicht zutreffend ist, ist also nach Panzenböck mehr oder weniger ein verkappter Holocaustleugner. Geht’s noch eine Nummer weniger drastisch? Ähnlich haben auch kommunistische Regime behauptet, alle Kritiker und Abweichler seien bösartige faschistische Saboteure. Statt Umerziehungslager zu eröffnen und Genickschüsse zu verpassen, schreibt man halt heute Diffamierungsartikel für den Falter oder betreibt Lückenpresseleugnung (das nur als Retourkutsche, um die Absurdität einer solchen Nummer zu zeigen.)

Nun zur nächsten Perle. Apropos meiner Berichte aus Paris und der demographisch gekippten Viertel und Banlieues, versucht sich Panzenböck in einer Art comic relief, indem sie schreibt:

Die Gegend um den Enkplatz, wo sich der Veranstaltungsort befindet, ist das Wiener Pendant, ein Arbeiterbezirk mit hohem Migrantenanteil. Beim Gang durch das Viertel fällt es schwer, sich den Untergang des Abendlandes vorzustellen. Proper renovierte Gemeindebauten und saubere Straßen, sogar die Kampfhundeführer sind mit Gackerlsackerl unterwegs. Keine Spur von „erzwungenem Zusammenleben“, an deren Ende „Ströme aus Blut“ stehen, wie Re­naud Camus schreibt.

Die stupende logische Inkohärenz dieses Einwurfs fällt wohl nur unserer Autorin nicht auf. Wenn ich über Tatsachen in Paris (oder wahlweise Brüssel, London, Rotherham, Rotterdam, Stockholm, Malmö, Essen, Offenbach, Berlin-Neukölln etc.) spreche, dann habe ich ja noch kein Wort über Wien gesprochen, wo man indes ebenfalls genug Stadtteile, Wohnblöcke, Schulen etc. nennen könnte, in denen sich die multikulturalistische Politik in verschiedenen Verschärfungsgraden negativ auswirkt. Wien ist natürlich insgesamt noch meilenweit von den Pariser Zuständen entfernt. In Paris wird Frau Panzenböck jedenfallls genug Spuren von „erzwungenem Zusammenleben“ finden und auch „Ströme aus Blut“ sind dort bekanntlich bereits reichlich geflossen.

Panzenböck skizziert die Positionen von Renaud Camus einigermaßen korrekt, umgürtet sie allerdings mit dem üblichen Stacheldraht der Invektiven: Camus sei ein „Salonrassist“, heißt es da, und seine „konservative Kulturkritik verwandelt den Fremdenhass in feuilletonistische Leckerbissen.“ Hass! Rassismus! Hass! Rassismus! Das sind natürlich nichts weiter als aus der Hüfte abgefeuerte Reflexhülsen, emotionalisierende Diskursklischees, „primitive Reflexe“,  wie Peter Sloterdijk sagen würde.

Niemand, der die differenzierten und bedächtig formulierten Essays von Camus auch gelesen hat und des sinnentnehmenden Lesens mächtig ist, kann ernsthaft und guten Gewissens behaupten, hier spräche jemand, der von „Fremdenhaß“ getrieben wird, es sei denn, er hat aus irgendeinem Grund ein Interesse daran, das Bild gezielt zu verzerren. Eine solche Unterstellung ist entweder eine Manipulation oder eine Fliegenklappe, um unbequeme Gedanken zu verscheuchen. Widmet ein „Fremdenhasser“ seine Essays einem arabischen Freund? Schreibt ein „Fremdenhasser“ Passagen wie diese:

Nun habe ich einen Freund, einen jungen Mann, einen Franzosen marokkanischer Herkunft, der sich Frankreich und seiner Kultur und Sprache zutiefst verbunden fühlt, und der mir oft gesagt hat, wie dankbar er diesem unserem gemeinsamen Vaterland für alles ist, was es für ihn getan hat. Er unterrichtet als Professor in einer bildungspolitischen Schwerpunktzone im Großraum von Paris. Nahezu sämtliche seiner Schüler stammen – wie auch seine eigene Familie – von der anderen Seite des Mittelmeeres. Und er hat mir versichert, daß die Begriffe, die meine Parteianhänger und ich benutzen, nicht nur zutreffend und stichhaltig seien, sondern sogar weit hinter die Realität des Selbstverständnisses der Heranwachsenden in seinen Klassen zurückfallen würden. Sie benutzen zwar nicht den Ausdruck „Kolonisation“, aber die Vorstellung einer Eroberung Frankreichs ist in ihren Köpfen, ihrem Auftreten und ihrer Sprache äußerst präsent. In ihren Augen handelt es sich um eine unausweichliche Sache, die sie begeistert und ihnen einen großen Stolz verleiht, und die nur noch eine Frage der Zeit ist.

Sie lachen meinen Freund, den Professor, aus, wenn er ihnen sagt, daß er – genauso wie  sie – Franzose sei. Sie kaufen ihm nicht eine Sekunde ab, daß er das tatsächlich ernst meint. Sie glauben, daß er sie mit solch ungeheuerlichen Erklärungen provozieren will. Wenn er ihnen schließlich sagt, daß er nicht nur Franzose, sondern französischer Patriot sei, der mit allen Fasern an seinem französischen Vaterland hängt, dann sind sie der Meinung, daß er zu weit gegangen sei, daß der Spaß an diesem Punkt vorbei wäre, daß er kein Recht habe, sich auf eine solch unakzeptable Weise zu äußern.

Oder diese:

Es gibt zigtausend Eingewanderte, die aus Algerien, Marokko, Mali, Kamerun oder dem Senegal stammen, die für die nationale Gemeinschaft Frankreichs von größerem Gewinn, die tüchtiger, ehrlicher, gebildeter, die bessere Staatsbürger sind als eine vergleichbare Menge an Eingeborenen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Kampfbegriff „Rassist“ resp. „Rassismus“, dessen dogmatische Formen von Camus gründlich analysiert und meines Erachtens sehr schlüssig demontiert werden. Um als universal verwendbarer diskursiver Schreckböller wirksam zu bleiben, muß er möglich vage und undefiniert bleiben; nur die sehr Naiven und sehr Ideologisierten glauben noch, daß es sich hier um einen Begriff handelt, über den ein eindeutiger Konsens herrscht. Wollen wir nicht vergessen, daß der „Rassismus“-Vorwurf auch schon den Falter selbst getroffen hat (der Presserat verurteilte ihn inzwischen wegen „Diskriminierung“).  So geht es sehr rasch jedem, der „hate facts“ anspricht, die dem linken Utopismus und dogmatischen Egalitarismus widersprechen; und je weiter sich die Linken von der Realität entfernt haben, umso lauter werden sie „Rassismus“ schreien.

In Falter 17/16 findet sich auf S.15 übrigens auch ein so ein Hate-Fact-Artikel mit dem Titel „Die Angst geht um“:

Nach der Vergewaltigung am Praterstern schlagen Polizisten Alarm. Sexuelle Übergriffe von Asylwerbern nehmen zu, ihre Abschiebung ist unmöglich.

Zum Abschluß (obwohl noch mehr zu sagen wäre) zwei besondere Leckerbissen. Panzenböck zitiert Camus:

„In Frankreich gab es einmal ein stabiles Volk, das dasselbe Gebiet seit 20 Jahrhunderten besiedelt hat. Und plötzlich ist es durch andere Völker ersetzt worden.“

Und kommentiert das ganz übergangslos so:

Nicht anders als die Salafisten hängen die Neurechten einer Vorstellung von Reinheit an, die durch das schmutzige Andere bedroht wird.

Ein weiter preisverdächtiger gedanklicher Clusterfuck; ich kann jedenfalls keinen logischen Zusammenhang zwischen Satz 1 und Satz 2 erkennen. Davon abgesehen, bleibt es das Geheimnis von Panzenböck, wie sie eine solche schwachsinnige Behauptung belegen will. Ich möchte einen einzigen, auch nur einen einzigen maßgeblichen neurechten oder identitären Text sehen, in dem das Argument der „Reinheit“ oder des „schmutzigen“ Anderen eine Rolle spielt.

Nur keine Liebesmüh, ich weiß die Antwort eigentlich auch so: Wir haben es hier schlichtweg mit pseudopsychoanalytischem Bullshit-Bingo zu tun, nach dem oben erwähnten Muster „Ich lese in einen Text hinein, was dort gar nicht steht, und schlage dann auf meine eigene Fabrikation ein.“ Vor allem handelt es sich um einen plumpen Versuch, die Positionen der Neuen Rechten oder Identitären zu pathologisieren, indem man ihnen allerlei sinistre psychologische Defekte andichtet.

Daß Panzenböck von der identitären Theorie wenig Ahnung und das Wenige kaum begriffen hat,  zeigt etwa folgende Bemerkung:

…“Ethnopluralismus“, ein Euphemismus für den Glauben an den essenziellen Unterschied zwischen ‚ihnen‘ und ‚uns‘.

… gefolgt von einem völlig vernünftigen, global konsensfähigen Satz (man setze statt Afrika etwa Europa ein und lese ihn aus der Perspektive etwa eines Frantz Fanon):

Menschen in Afrika sollten ihre Lebensweise ruhig pflegen – solange sie nicht nach Europa kommen.

Einmal abgesehen davon, davon „Ethnopluralismus“ weitaus mehr meint, als – ich gebe der Autorin einmal eine Formulierungshilfe – die Tatsache, daß Gruppenidentitäten (ausnahmslos jedes „wir“ setzt ein „ihr“ voraus) offenbar politisch-kulturell-religiös-ethnisch eine riesige Rolle spielen, warum soll man das einen „Euphemismus“ nennen? Und was heißt in diesem Zusammenhang „essentiell“? Ich rate kurz, daß hier jemand schnell ein paar Soundbytes von Armin Nassehi verarbeitet hat, ohne ihren Sinn wirklich zu verstehen. (Zur Kritik an Nassehis Begrifflichkeit hier.)

Das führt uns zum Schlager aller Schlager, zum Evergreen aller Evergreens, zur unausrottbar argumentresistenten, zäh-, zieh-, zuzel-, niet- und nagelfesten Mutter aller Nudelwalkernummern. Dem Satz über die angeblich so reinheitsneurotischen neurechten Quasi-Salafisten läßt Panzenböck die Bemerkung folgen:

In Wien, der Stadt der Zilks, Vilimskys und Trésniewskis, wirkt diese Vorstellung besonders weltfremd.

Ein Bullshit kommt eben selten allein und ist selten neu: auch dieser Greatest Hit ist schon zigfach beantwortet und widerlegt worden, etwa von Martin Sellner apropos „Telefonbuchschmäh“. Glaubt Panzenböck denn ernsthaft, den zahlreichen Anhängern und Aktivisten der IBÖ, die Nachnamen nicht-deutschen Ursprungs tragen, sei diese Tatsache noch gar nicht aufgefallen, wie in dem Sketch vom blinden schwarzen Ku-Klux-Klan-Anhänger? Wir sprechen ja nicht von irgendwelchen abstrakten „Reinheiten“ (etwa „Rassereinheit“), wie immer wieder ebenso hartnäckig wie sachwidrig unterstellt wird, sondern von historisch gewachsenen Identitäten und Kulturen. Wir denken in historischen Zusammenhängen und Sachverhalten, und selbstverständlich sind auch nationale oder ethnokulturelle Identitäten dynamisch und einem stetigem Fluß unterworfen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, daß diese Identitäten beliebig konstruierbar und beliebig austauschbar wären. Wem das schon zu komplex ist, der sollte lieber nicht versuchen, weiter mitzudiskutieren.

Es gibt hier nicht den leisesten Widerspruch zur identitären Theorie und zur Politik und Metapolitik der identitären Bewegung. Ich für meinen Teil etwa finde in meiner Familie deutsche, ungarndeutsche, slowenische, tschechische, ungarische Nachnamen; meine Vorfahren hatten in den 200 Jahren, die ich sie zurückverfolgen kann, allesamt Deutsch als Muttersprache, waren katholischer Religion, Untertanen des österreichischen Kaisers und haben sich in einem sehr überschaubaren geographischen Raum bewegt. Wie viele andere österreichische Identitäre empfinde ich eine starke Verbundenheit zum Europa der Habsburger, und wir sehen in den Visegrad-Staaten in vieler (nicht jeder) Hinsicht positive Entwicklungen, an denen sich auch Westeuropa orientieren sollte (oder hätte sollen). Wir sind auch keineswegs deutschnational, sondern vielmehr pan-europäisch orientiert und plädieren nachhaltig für eine Überwindung nationalistischen Dünkels und alter nationaler Lasten.

Zuallerletzt noch etwas Ernsteres. Dem Verweis auf das Wien der Zilks etc. läßt Panzenböck, wiederum seltsam inkohärent, den Satz folgen:

Vor 70 Jahren fand hier ein großer Austausch statt, bei dem Hundertausende aufgrund ihres Andersseins flüchten mussten oder in Gaskammern ermordet wurden.

Nun, wenn dieser damalige „Austausch“ verwerflich war, ist es dann der heutige nicht auch (vorausgesetzt, man erkennt an, daß er stattfindet)? Ich kann indes nicht sehen, mit welchem Recht man an dieser Stelle euphemistisch (diesmal ist das Wort angebracht) von „Austausch“ sprechen soll. Die vertriebenen und ermordeten Juden wurden schließlich nicht durch andere Völker ersetzt („remplacement“ heißt es im Original) oder „ausgetauscht“ oder demographisch verdrängt. Das ist nicht die einzige historische Schwammigkeit. Die Opfer des NS-Regimes wurden ebensowenig wie die etwa 100 Millionen Opfer kommunistischer Regime wegen eines beliebigen „Andersseins“ verfolgt, sondern es handelte sich um ein spezifisches, ideologisch markiertes „Anderssein“, das es übrigens in so gut wie jedem politischen System bis zu dem einen oder anderen Schärfegrad gibt, auch in freiheitlich-demokratischen. 

Die identitäre Idee jedenfalls hat mitnichten mit einem blindwütigen Affekt gegen das „Anderssein“ zu tun, wie gerne unterstellt wird. Sie hat vielmehr, wie Alain de Benoist sagen würde, mit dem Recht auf Anderssein, damit aber auch zwingenderweise mit dem Recht auf Man-Selbstsein, Herr im eigenen Haus sein, mit der Verteidigung des Eigenen zu tun. Es geht zudem um reale, konkrete Konflikte, die jedes Andersein mit den jeweils Anderen mit sich bringt, wenn sich verschiedene etwa denselben Lebensraum teilen und über die Verfügbarkeit der Ressourcen oder die Spielregeln uneins sind. Und nicht zuletzt sollte man sich daran erinnern, daß die Grenzen der heutigen europäischen Nationalstaaten entlang „ethnischer Homogenität“ gezogen wurde, wie der etwas irreführende Begriff lautet (denn es handelt sich um relative Homogenität, um einen Dachbegriff, der eine erhebliche Binnenpluralität inkludieren kann), mithin gemäß dem berühmten „Selbstbestimmungsrecht der Völker“, einer immer noch gültigen und gemeinhin akzeptierten Grundlage der modernen Demokratie.    

Wenn wir schon in die Geschichte blicken, dann finden wir gerade im 20. Jahrhundert Bevölkerungsverschiebungen, „Bevölkerungsaustausch“ oder „ethnische Säuberungen“ in großem Stil. 1923 wurden Türken und Griechen „ausgetauscht“, um die andauernden Konflikte zwischen den ethnischen Minderheitengruppen in der Türkei und Griechenland zu beenden. Der tschechoslowakische Staat wurde nach dem 2. Weltkrieg durch die Vertreibung der Sudetendeutschen als „ethnisch homogener“ Nationalstaat konstituiert (sobald es ihnen möglich war, zogen es die Slowaken vor, sich abzuspalten). Die Schlesier wurden gegen Polen aus dem damaligen Ostpolen, heute Ukraine, „ausgetauscht“. Die NS-Politik beabsichtigte, „Lebensraum im Osten“  zu schaffen, und slawische Völker „auszutauschen“. Stalin versetzte Volksgruppen der Sowjetunion wie Spielfiguren – Krimtartaren, Wolgadeutsche, Armenier, Tschetschenen, Kosaken. Die Unabhängigkeit Algeriens ging einher mit der massenhaften Vertreibung der zum Teil seit über einem Jahrhundert ansässigen französischen Siedler und anderer Europäer sowie der zu Frankreich loyalen Algerier. Um die Souveränität Tibets und der Mongolei zu brechen, betreiben die Chinesen seit Jahrzehnten eine aggressive ethnische Siedlungspolitik, nicht anders als die Russen zu Sowjetzeiten im Baltikum. In den zwanziger Jahren versuchten die Italiener in Istrien und Dalmatien eine Italianisierungspolitik durchzusetzen, und wurden ihrerseits nach Kriegsende brutal vertrieben. Von der Tragödie Jugoslawiens wollen wir gar nicht erst anfangen, insbesondere von der demographischen Entwicklung des Kosovo und seiner Folgen für die Serben. Diese Beispiele ließen sich endlos fortsetzen, ob in- oder außerhalb Europas. Das ist der Horizont, in dem wir denken müssen. Um zu verstehen, was in einem größeren historischen Kontext der „große Austausch“ oder „die große Ersetzung“ bedeutet, sollte man diese Dinge studieren und ihre tödliche Dynamik begreifen. Renaud Camus hat dazu einiges zu sagen, das in seinen Essays detailiert ausgeführt wird.

Fazit: ein Artikel in einer linken Stadtzeitung ist nicht das Maß aller Dinge, aber wir können hier typische Muster am Werk sehen, die uns in der Berichterstattung immer wieder begegnen. Der Großteil der heutigen Linken ist zu einer rationalen Debatte gar nicht fähig, Affekte, Kurzschlüsse, Unbildung, Realitätsflucht, Unredlichkeit, fehlendes historisches Bewußtsein und der Wille zur Diffamierung überwiegen – und diese Tendenzen steigen, je mehr sie merken, daß ihre Positionen schlichtweg nicht mehr haltbar sind.

 

Renaud Camus: Revolte gegen den Großen Austausch, hier bestellen.

Über Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz
Martin Lichtmesz wurde 1976 in Wien geboren. Publizistische Tätigkeit unter anderem für die Junge Freiheit, Zwielicht-Magazin, Neue Ordnung, eigentümlich frei und Sezession.de.

33 Kommentare

  1. »Es wird auf einer pseudo-intellektuellen Grundlage versucht, das eigene rassistisch/nationalistisch geprägte Weltbild zu verschleiern.«
    »Die Distanzierung vom Neonazismus in öffentlichen Statements ist als taktisches Manöver zu werten, da sich in den Reihen der Bewegungseliten amtsbekannte Neonazis befinden und Kontakte in andere rechtsextremistische Szenebereiche bestehen.«
    Aus dem österreichischen Verfassungsschutzbericht für 2014
    Sie, Herr L., sind also fürs pseudo-intellektuelle zuständig? Das haben wir doch alles vor 33 schon gehabt, das brauchen wir doch nicht schon wieder.

    • Ich danke für diese atemberaubend schlagende und vor Intelligenz strotzende Demonstration authentischer Intellektualität, dagegen sehen wir Pseudos, die nicht einmal Verfassungsschutzberichte lesen, natürlich alt aus.

      • Ich hoffe, Sie haben Ihren Theweleit gelesen? In den „Männerphantasien“ erklärt sich vieles vom Geist, der auf dieser Website herrscht. Auch die ästhetischen Vorlieben …

        • Haha, da fällt mir doch automatisch Hannsjoachim Koch dazu ein!
          ————————————————————————–
          Es gibt kaum neue Bücher zu diesem Komplex. Die Ausnahme ist K. Theleweits Männerphantasien ein über weite Strecken verrücktes und obskures Buch ( Prof. Anthony Clare), das sich der Freikorpsproblematik von der Freudchen Psychologie her widmet: ein lächerlicher, untauglicher Versuch, um so peinlicher als das ganze Freudsche Konstrukt der Psychoanalyse seit über einem Jahrzehnt zunehmend als glatter Unsinn entlarvt wird.

        • Martin Lichtmesz
          Martin Lichtmesz

          Und wie ich meinen Theweleit gelesen habe, harhar! Eines der geilsten, durchgeknalltesten, neurotischten und natürlich auch steindümmsten Bücher, die jemals geschrieben worden sind. Ich hätte allerdings nicht gedacht, daß es immer noch Tröpfe gibt, die das noch ernst nehmen.

          • „Durchgeknallt, neurotisch, steindumm“ … Als Vertreter der These, dass die Biodeutschen „ausgetauscht“ werden sollen – allen Ernstes! – sollte man doch wissen, dass man im Glashaus sitzt.

          • Na George bellst Du hier so rum, weil Du den Spiegel vor deinem Angesicht nicht ertragen kannst? Bevor Du jetzt wieder das Gezeter und Gegrunze anstimmst; natürlich könnt ihr das leugnen, jeder macht sich so gut zum Idioten wie er eben kann.

  2. Oha, das steht so also im Verfassungsschutzbericht? Und ich dachte, die Identitären sind eben keine Nazis?

    • Andreas Walter

      Lieber Aaaron,

      lassen auch Sie sich nicht täuschen und verschrecken. Die allgemeine, aktuelle Hetze (sogar in den VSA) gegen Patrioten soll nur von etwas anderem ablenken, was gerade tatsächlich in der Mache ist.

      „Die Nazis“ waren schon immer die Hand die uns „die Zauberer“ präsentieren damit wir nicht darauf achten (Ablenkung), was sie mit der Anderen machen (meist noch mehr Geld aus der Tasche ziehen und/oder etwas anderes wegnehmen. Das können im wirklichen Leben auch Macht und Rechte sein, die wir noch besitzen).

      https://www.youtube.com/watch?v=vJG698U2Mvo

  3. Klar – sie wissen nur, dass Nazis immer noch nicht das optimale Image haben. Und inzwischen fantasieren sich sich eine Verfolgung und Vertreibung herbei, obwohl sie (männlich, weiß, wohlversorgt) Teil der privilegiertesten Gruppe überhaupt sind. Niemand will Euch »austauschen«, ihr paranoiden Heulsusen!

    • Vulpes Inculta

      Die Identitären sind keine Nazis und der Verfassungsschutz hat die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen.

      Die Argumentation „Manche Identitäre waren früher in anderen Gruppen in denen auch Nazis waren, folglich sind Identitäre Nazis“ ist nicht schlüssig.

      „…obwohl sie (männlich, weiß, wohlversorgt) Teil der privilegiertesten Gruppe überhaupt sind. Niemand will Euch »austauschen«, ihr paranoiden Heulsusen!“

      Ich identifiziere mich aber als transrassischer, demisexueller Angriffshubschauber.
      Also check your privilege.

      • Vulpes Inculta

        Pardon.
        *Angriffshubschrauber.

      • Transrassisch, demisexuell, sure, baby …
        Im VS-Bericht war nicht von Vergangenem, sondern von Gegenwärtigem die Rede:
        Die amtsbekannten Nazis BEFINDEN sich in Euren Reihen, die Kontakte in die rechtsextreme Szene BESTEHEN.
        Check your literacy.

        • Vulpes Inculta

          Ziehst du etwa meine Identität in Frage?
          Das triggered mich jetzt ziemlich, du rassistischer und sexistischer shitlord. Wahrscheinlich bist du auch noch weiß oder gar heterosexuell du Monster.

          „Die Distanzierung vom Neonazismus in öffentlichen Statements ist als taktisches Manöver zu werten, da sich in den Reihen der Bewegungseliten amtsbekannte Neonazis befinden und Kontakte in andere rechtsextremistische Szenebereiche bestehen.“

          Dir ist schon klar, dass „amtsbekannte Neonazis“ sich auch auf Personen beziehen kann, die sich faktisch nicht mehr in diesem Umfeld bewegen?
          Für die Kontakte zum rechtsextremistischen Szenebereich hätte ich gerne Beweise.
          Die IBÖ und IBD hat keinerlei freundschaftliche Kontakte mit neonazistischen Gruppen.

    • Das ist wohl mal wieder so ein klassischer grotesker Kommentar, mit diesem herrlich erfrischenden elitären Ton, völlig am Thema vorbei, weil man nicht versteht worum es geht, aber doch unbedingt etwas schreiben möchte.
      Da hat sich also mal wieder einer dieser furchtlosen tumblr sjw hierher gewagt um die Sprechblasen und Worthülsen los zu werden, die er in der letzten Woche gelernt hat? Brav gemacht, dafür gibt es bestimmt ein Leckerli. Der Hintergrund dafür ist aber schon lange bekannt.
      Gegenwärtig dominieren in Europa spezifische Strömungen in den Sozialwissenschaften, die im Ursprung neutrale Thesen- und Theoriegebilde nutzen, um ihre Idiotie zu versprühen. Ebenso sieht es in den philosophischen Fächern aus, die akzentuiert entführt und für politische Zwecke missbraucht werden.

      Abgesehen davon, die Scheißhausparolen vom VS wiederzukäuen ist jetzt keine echte Leistung an sich. Wer bezahlt, für den spielt die Musik. Was soll diese tiefschürfende Erkenntnis jetzt bringen?

  4. Andreas Walter

    „Die Deutschen“ (Gottlob nicht alle) sind befangen, weil fremde (Sieger)Mächte ihnen einmal ab 1915 (Lusitania) eine leichte und dann ab 1945 noch mal eine massive kollektive Gehirnwäsche verpasst haben.

    Jeder, der das entweder wegen Abwesenheit nicht abkommen oder auch so (wegen IQ) durchschaut hat ist ein „Nazi“.

    Bei mir ist beides der Fall, weil ich Kindheit und Jugend wo anders verbracht habe.

    Wären „die Deutschen“ neutral programmiert worden hätte ich auch nichts dagegen zu sagen, oder zumindest Verständnis dafür.

    Doch leider haben „die Therapeuten“ ihre Macht und damit Rolle missbraucht. Ob bewusst oder unbewusst ist mir egal.

    Stimmt. Damit kämpfe ich natürlich wie einstmals David gegen Goliath, doch das ist mir egal. Denn sterben werde ich so oder so, doch ich weiß dann wenigstens, wofür ich auch schon im Leben gestanden habe.

    Darum bin ich auch alles andere als ein „Nazi“, so wie sie auch Hollywood gerne darstellt (entweder strunzdoof oder extrem unsympathisch). Selbst das ich genetisch betrachtet „ein Deutscher“ bin ist für mich darum zweitrangig, nicht wichtig. Denn ich kämpfe für alle bedrohten Völker der Welt und ihre Kultur, nicht nur für die Yanomame, wenn diese nicht destruktiv und andere Kulturen und Völker bedrohend sind.

    Darum differenziere ich selbst bei den „Nazis“. Denn es gibt Strunzdoofe, und auch richtig Böse.

  5. Optimales Image? Wozu? Wir haben doch schon das optimale Image.

    Zumindest, wenn man Stalin fragen würde. Dabei soll er sich sogar eine Woche lang in seiner Datsche versteckt haben, als die Wehrmacht bereits kurz vor Moskau stand, um ihm zurecht den ***** aufzureissen, wie die Geschichte danach ja bewiesen hat. So wurde stattdessen halt die Sowjetunion die neue Supermacht, angeblich dank Beria, mit den entsprechenden Folgen. Da ich kein Rassist bin macht es für mich darum auch keinen Unterschied, wer jetzt genau wie viele Millionen Menschen welcher Ethnie letztendlich umgebracht hat. Eine englische, eine VS-amerikanische und eine finnische Dokumentation:

    https://www.youtube.com/watch?v=SIzApqzlP3Q

    https://www.youtube.com/watch?v=kIDlCWQspBk

    https://www.youtube.com/watch?v=FCoWUAGLK_c

    Oder etwas über Mao?

    https://www.youtube.com/watch?v=f-woaDniFQc

    Um ihr Image, Metissezvous, machen sich nur Menschen sorgen, die etwas anderes darstellen wollen als sie sind.

    • Ha! „Wir“, erwischt!

      • Andreas Walter

        Wie lautet denn dein WIR, Metissezvous?

        Womit identifizierst du dich? Mann, Frau, Mensch, Kommunist, Weltbürger, Jude, Christ, Moslem, Deutscher, Franzose, Anarchist, gar nichts, von allem ein bisschen, weiß nicht?

        Was stimmt mit „den Nazis“ nicht. Versuch‘ es mal genau auf den Punkt zu bringen.

        Was unterscheidet sie von anderen Menschen, und was haben die Identitären damit zu tun?

        Denn wenn du „den Nazis“ vorwirfst, sie hätten den Juden ihre Existenzberechtigung abgesprochen, warum tust du jetzt das Gleiche auch mit Menschen von denen du glaubst, sie wären „Nazis“. Oder zumindest mit „Nazis“ befreundet.

        Dann bist du doch selbst „ein Nazi“. Was immer das deiner Meinung nach ist.

        Hör‘ damit auf deinen Schatten auf andere Menschen zu projizier, Metissezvous.

        Du tust dir selbst damit einen Gefallen, wirst dadurch erst heil, ganz.

        Es gibt nicht das universelle Böse, nur weil es dir manche Menschen vorzugaukeln versuchen. Um deinen Geist zu spalten, um dich zu verunsichern, dich dadurch zu schwächen, empfänglich für ihre Einflüsterungen zu machen.

        Wie der hier zum Beispiel auch (habe ich heute, nein, gestern erst entdeckt):

        https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Joseph_Frank

        Mann oh Mann, was ‚n Typ, oder? War zumindest mein erster Gedanke.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Frankismus_(religiöse_Bewegung)

        Fast so unglaublich wie …

        Doch selbst wenn er nur 50.000 Anhänger hatte, wie aus dem englischen Artikel hervorgeht, muss man ja auch bedenken, dass zu der Zeit, Ende des 18. Jahrhunderts, noch viel weniger Menschen gelebt haben als heute. Kein Wunder also, das Polen kurze Zeit danach von der Bildfläche verwand, bis Napoleon …

        • Folgendes haben Nazis (bzw. Rechtsradikale, genaue Bezeichnung gerne aussuchen) mit den hier Schreibenden gemein: Das Problem ist eine Verschwörungstheorie, die einen großangelegten Plan behauptet, der zur Vernichtung der eigenen Gruppe (die autochtonen Deutschen, die europäischen Völker …) führen soll (Der Große Austausch). Mit solchen Ideen haben auch die Nazis gearbeitet, wie wir alle wissen. Auf dieser Website wird Angst geschürt, die Einwanderer als Gesamtes werden alle in einen Topf geworfen und dämonisiert. Angeblich sind sie alle fundamentalistische Moslems, böse junge Männer, vermehren sich wie wild und übernehmen demnächst die Macht. Auch die Nazis haben mit Dämonisierung gearbeitet – wie wir ebenfalls alle wissen. Angesichts der extrem gestiegenen Gewalt GEGEN Zuwanderer (täglich inzwischen drei Angriffe im Schnitt) ist das – gelinde ausgedrückt – verantwortungslos.

          • Andreas Walter

            Richtig, die Gewalt gegen Einheimische und Kriminalität durch Eingewanderte aber auch. Und zwar erheblich.

            Darum mein Rat und meine Überzeugung. Nicht mischen, was nicht zusammenpasst.

            Wer es trotzdem erzwingen will, egal ob mit aktiver oder passiver Gewalt, der soll sich dann bitte nicht beschweren, wenn es wieder hässlich wird. Die Geschichte aber auch Gegenwart beweist es doch gerade überall, dass nur Gleiches sich gerne zu Gleichem gesellt, und sich nicht einmal Juden und Muslime in der Welt einig sind, wie auch Mann und Frau nicht, Alte und Junge, und selbst Wissenschaftler und Gelehrte sich streiten.

            Wie kann die Menschheit daher nur so unvernünftig sein, alles noch komplizierter zu machen, als es jetzt eh schon ist.

            Darum halte ich das Ganze ja übrigens auch für absichtlichen Krieg, Metissezvous, denn so dumm können die Menschen doch nicht sein.

    • Vulpes Inculta

      Was für ein Bullshit.
      Einfach nur Platitüden runtergerattert.

      Also ich mach fast immer den Abwasch, somit These widerlegt. 😉

    • Andreas Walter

      Jaja, starke Frauen. Das haben wir ja an Sylvester gesehen, wie stark ihr seid.

      Eure einzige Stärke in lieblosen Zeiten ist eure Fähigkeit, Nachwuchs, Kinder zur Welt bringen zu können.

      Darum werdet ihr in solchen Zeiten auch „nur“ vergewaltigt (zu Sexsklavinen), und nicht wie wir erschlagen oder als Arbeitssklaven missbraucht (das Minderheiten-Spezialitätenkabinett lasse ich jetzt mal aussen vor).

      Wenn wir hier schon beim Tacheles reden sind.

      Oder ihr seid clever wie so viele Frauen nach dem Krieg, die sich dann ganz „überraschend“ in einen Soldaten der Sieger „verliebt haben“, je nach eigenen Vorzügen und Talenten auch gerne in einen Offizier und Gentleman.

      https://www.youtube.com/watch?v=5rviiwEWneI

      Es gibt darum schon Unterschiede, zwischen Mann und Frau.

      https://www.youtube.com/watch?v=y7vsXl-qKUA

      Gibt’s eigentlich auch schon eine Bewerbungs- und Bedienungsanleitung für Sex mit jungen muslimischen Frauen?

      http://www.zanzu.de/de/suchen?s=muslima

      http://www.zanzu.de/de/suchen?s=muslimische%20Frauen

      http://www.zanzu.de/de/suchen?s=islamische%20Frauen

      Wo bleiben die sowieso alle, all die unverheirateten jungen Muslimas? Wird langsam knapp hier an Frauen.

      Ah, da. Zumindest die Bedienungsanleitung ist schon mal fertig:

      http://www.zanzu.de/de/guter-sex

      „Sprechen Sie auch über Ihre Grenzen. Sie müssen nicht alles machen oder mögen.“ Grenzen?

      Wenn ihr deutschen Männer jetzt immer noch nicht rafft, was hier gespielt wird, dann ist euch eh nicht mehr zu helfen, und dann müsst ihr eben aussterben. Das Gesetz des Dschungels.

      Deswegen wählen junge Männer vielleicht „rechts“, Gallina.

      • Ja Mensch, Andi, das tut mir jetzt zwar irgendwie auch leid, dass du keine frau findest, aber andererseits ist es wahrscheinlich doch besser so.

        • Andreas Walter

          Hab‘ mittlerweile weniger Probleme mit Frauen als du noch mit Männern, Vater-Konflikt-Tochter.

          http://www.huffingtonpost.de/2015/01/22/vater-tochter-beziehung-einfluss_n_6499790.html

          Und es ist darum auch bezeichnend, mit und an welchen Männern ihr euch auch hier am liebsten reiben wollt.

          Doch allen identitären Männern kann ich auch hier nur einen Tip geben: Finger weg von solchen Frauen, egal wie heiss manchmal ihre Aggressivität und ihre Dominanz auch wirkt. Mit solchen Frauen gibt es immer nur Probleme, wird das ganze Leben zu einem sich ständig wiederholenden Dressurakt, zu einem ewigen Geschlechterkampf. Weil denen allen gemeinsam etwas fehlt und sie darum ein „Loch in der Seele“ haben, das kein Mann, keine Liebe der Welt zu stopfen vermag. Alle Bühnen der Welt sind daher auch mit solchen Frauen bevölkert und auch das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein, zu kurz zu kommen ist für solche Frauen daher normal, „real“. So gesehen stimmt es sogar fast, wenn sie das „Patriarchat“ für ihre Probleme verantwortlich machen, doch eigentlich ist es Papa (oder ein anderer Mann, der ihnen Leid zugefügt, sie im Stich gelassen hat oder abwesend war).

          Kennt ihr die Geschichte vom Fischer und seiner Frau?

          Ein bisschen steckt das natürlich in jeder Prinzessin, und darum schaut euch auch immer (!) die Eltern vorher an, bevor ihr euch „über den oft auch sehr schön gedeckten Tisch“ ziehen lasst. Denn was ihr da seht ist was ihr später bekommt. Wie schwer das manchmal fällt braucht man mir nicht zu erzählen.

          Doch irgendwer muss sich doch auch um die kümmern, Andreas.

          Ja, habe ich ja, Jungs, fast mein ganzes Leben lang. Weil ich das alles vorher auch nicht wusste. Auch mein Herz ist darum überseht von Narben, doch ich habe es überlebt. Vielleicht um euch heute davon zu erzählen, auch euch zu warnen, vor „starken“ Frauen. Was glaubt ihr denn was wohl mit Frauen los ist, die nicht schwach sein können?

          Hat natürlich auch etwas mit den beiden verlorenen Weltkriegen zu tun, doch das führt jetzt eigentlich zu weit. Etwa 1 Million deutsche Frauen sollen nach dem Krieg vergewaltigt worden sein, doch selbst wenn es „nur“ 500.000 gewesen sind überlegt mal, was für eine Auswirkung das auch auf die kollektive Psyche eines Volkes hat. Ihr wisst ausserdem, dass sich auch solche Traumen, Traumata von Generation zu Generation übertragen?

          Ja, es gibt viel zu tun, um auch dieses Volk wieder gesund, heil, glücklich zu bekommen. Sich selbst zu lieben trotz auch seiner Unvollkommenheit. Eigentlich fast unmöglich, ohne die Hilfe der Massenmedien, ohne massive Aufklärung. Weil eben viele an dem Leid auch verdienen, verliebte aber, liebende Menschen bekanntlich kaum noch etwas brauchen, kaum noch etwas konsumieren.

          Oh Mann, ist das eine verrückte Welt. Das muss doch auch ohne Drogen gehen, oder ohne Helfersyndrom, sich für OK zu halten, für liebenswert, wertvoll.

          Auf der anderen Seite: Eine besserer Prüfung als das Leben für die seelische Reife eines Menschen hätte sich Gott nicht ausdenken können, oder?

          Er überlässt es uns sogar selbst jeden Tag zu entscheiden, ob wir schon morgens mit dem Jammern oder mit dem Lachen anfangen wollen.

          Und jetzt du, Hallina. Was fehlt dir, was bedrückt deine Seele, was suchst DU hier?

          https://www.youtube.com/watch?v=G6GzOYJX9hA

  6. Lupenreine Paranoia. Get a life.

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