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Johnny Cash – Out Among the Stars (CD)

Johnny Cash muss man wohl kaum einem Musikliebhaber vorstellen. Die Country-Legende mit der einzigartigen, tiefen Stimme verstarb im September 2003 im Alter von 71 Jahren und hinterließ ein beeindruckendes Lebenswerk, das u.a. durch dreizehn Grammy Awards und über fünfzig Millionen Plattenverkäufe prämiert worden ist. Nun fast elf Jahre nach Johnny Cashs Tod erschien ein neues Album mit …

Review Overview

Gut

Gesamteindruck

Summary : Johnny Cash erreicht hier natürlich nicht die Höhepunkte seines Schaffens, wie z.B. in den späten 1950ern oder ganz speziell in der American-Phase, allerdings wird dieses Album den treuen Fans sicherlich einige Freude bereiten.

Benutzerwertung: 4.63 ( 2 Wertungen)
65

Johnny Cash muss man wohl kaum einem Musikliebhaber vorstellen. Die Country-Legende mit der einzigartigen, tiefen Stimme verstarb im September 2003 im Alter von 71 Jahren und hinterließ ein beeindruckendes Lebenswerk, das u.a. durch dreizehn Grammy Awards und über fünfzig Millionen Plattenverkäufe prämiert worden ist. Nun fast elf Jahre nach Johnny Cashs Tod erschien ein neues Album mit dem Titel Out Among the Stars, das aus unveröffentlichtem Material der 80er Jahre besteht, welches sein Sohn John Carter Cash in den Archiven entdeckt hatte. Genau diese Zeit  in den 1980ern war auch eine der musikalisch schwierigsten Phasen in der langen Karriere des „Man in Black“, die mit der Trennung von Columbia Records ihren Tiefpunkt erreicht hatte. 1994  gelang der Wiederaufstieg durch die Zusammenarbeit mit Rick Rubin, der davor u.a. die Beastie Boys, Danzig und Slayer (z.B. die legendären Alben Reign in Blood, South of Heaven und Seasons in the Abyss. Danke! Danke! Danke! Pommesgabel nach oben.) produziert hatte.

Johnny Cash im San Quentin State Prison

Johnny Cash im San Quentin State Prison

 

Das Album startet mit dem Titelstück Out Among the Stars: ein eher langsames und sozialkritisches Lied (mit einem sehr eingängigen Refrain) über einen Jungen, der einen Schnapsladen überfällt („He can’t find a job, but Lord, he’s found a gun“) und von der Polizei erschossen wird. Danach kommt es beim mitreißenden Baby Ride Easy zu einem von zwei Duetten mit June Carter, das an alte Klassiker wie If I Were A Carpenter erinnert und sofort zum Mitsingen einlädt. Das ruhige She Used To Love Me A Lot ist eingebettet in eine sehnsuchtsvolle Erzählung über eine zerbrochene Liebesbeziehung (im „postrauschalen“ Zustand kein Lied für einsame Sonntage). Ein weiterer Höhepunkt auf Out Among the Stars ist das klassische und humorvolle Country-Stück If I Told You Who It Was, das von einer Liebesnacht mit einem berühmten, weiblichen Country-Star handelt. Der Refrain entwickelt sich zu einem echten Ohrwurm, der einen nicht mehr loslassen möchte und für gute Laune garantiert. Der Hang zum schwarzen Humor (wie bei alten Klassikern im Stile von A Boy Named Sue) macht sich dann bei I Drove Her Out Of My Mind bemerkbar: ein ironisches Stück über das Ende einer Beziehung, die dann schließlich im Selbstmord endet. Zu guter Letzt sei noch Don’t You Think It’s Come Our Time, das zweite Duett mit June Carter, erwähnt, in dem wohl die eigene  Liebesgeschichte verarbeitet wird. Leider hat das Album auch den einen oder anderen  08/15-Durchhänger (z.B. After All und Call Your Mother), bei denen man getrost weiterschalten kann.

Fazit:

Insgesamt lässt sich sagen, dass Out Among the Stars auch musikalisch als Bindeglied zwischen den früheren Jahren und der späten Phase der 90er angesehen werden kann. Johnny Cash erreicht hier natürlich nicht die Höhepunkte seines Schaffens, wie z.B. in den späten 1950ern oder ganz speziell in der American-Phase, allerdings wird dieses Album den treuen Fans sicherlich einige Freude bereiten.

Wer es nicht in den nächstgelegenen Plattenladen schafft, kann das Album hier bestellen: http://www.thalia.at/shop/home/rubrikartikel/ID38186469.html?ProvID=10907927

 

Liedliste:

  1. Out Among the Stars
  2. Baby Ride Easy
  3. She Used to Love Me a Lot
  4. After All
  5. I’m Movin‘ On
  6. If I Told You Who It Was
  7. Call Your Mother
  8. I Drove Her Out of My Mind
  9. Tennessee
  10. Rock and Roll Shoes
  11. Don’t You Think It’s Come Our Time
  12. I Came to Believe
  13. She Used to Love Me a Lot (JC/EC Version)

 

Offizielles Video:

Mein persönlicher Liebling nach dem ersten Durchlauf war übrigens:

Über Stefan

Stefan
Student und Weinliebhaber mit Hang zur Melancholie. Weltverzauberungsrückwünscher.

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