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Der neue Hype um die alte Wahrheit

Neuerdings geistert, angefacht von politischer Agitation, der Begriff „Fake-News“ durch die Medien. Fake News, was ist das eigentlich? Der CDU Politiker Stefan Meyer meinte in einem Interview mit dem Tagesspiegel unlängst, gezielt gestreute Desinformation müsse unter Strafe gestellt werden. Der Hintergrund dieser Forderung ist freilich dramatisch: in den sozialen Netzwerken geistern diverse seriöse, wie weniger seriöse, Infoseiten zu zentralen Tagespolitischen Themen herum. Der Konsument wird in die Verantwortung genommen Wahrheit von Lüge, Information von Manipulationsversuch zu unterscheiden. Der Medienkonsument muss also vom passiven Mitleser, zum mündigen Mitgestalter seiner eigenen Wahrheit werden. Nichts könnte die etablierten Medien mehr herausfordern. Vor nichts könnten sie sich mehr fürchten. Denn in der Tat werden viele der von kleinen, spezialisierte Portalen angebotenen Informationen – wenngleich dort teils stark politisiert aufgegriffen – von der klassischen Medienlandschaft nicht (oder nur stark verharmlost) wiedergegeben, obwohl sich hinter diesen Informationen und Inhalten nichts anderes als die schonungslose Realität verbirgt.

Alleine in Österreich flammt schon seit Jahren die Diskussion darüber ob traditionelle Medien relevante Informationen wie die Täterherkunft in offenkundigen Fällen von Übergriffen durch Intensivtäter mit Migrationshintergrund auf Einheimische überhaupt medialen Niederschlag finden sollte, immer wieder auf. Natürlich sollte sie das, denn ein Migrationshintergrund spielt bei Verbrechen, die auf die Frustrationserlebnisse gescheiterter Integrationsversuche oder eine fehlgeleitete Massenmigrationspolitik zurückzuführen sind natürlich eine wesentliche Rolle – und die Öffentlichkeit hat ein Recht über eine derartige Gemengelage von de Auswüchse gescheiterter politischer Utopien und ihrer konkreten Auswirkungen objektiv informiert zu werden.

Heute, in Zeiten eines hochdynamischen freien Informationsflusses in den sozialen Medien, wird uns das komplexe Zusammenspiel von Realität, scheinbar objektiver Medienberichterstattung und dem politischen Einfluss auf die Nachrichten die uns präsentiert werden, mehr und mehr bewusst. Nie zuvor war es einfacher sich über reale Geschehnisse und Sachverhalte beinahe in Echtzeit zu informieren, während traditionelle Medien zeitlicht oft hinterherhinken. Dabei konnte der neutrale Beobachter feststellen, dass je brisanter eine Information zunächst ist, die Zeitverzögerung der Berichterstattung beinahe exponentiell ansteigt. Ob gewalttätige Ausschreitungen in Erstaufnahmestellen auf griechischen Inseln durch angeblich Schutz- und Hilfesuchende – die die dortige Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen, was ein völlig absurder Nebeneffekt einer Schutzsuche wäre – oder die horrenden Übergriffe durch migrantische Intensivtäter in der Skandalnacht von Köln: die Berichterstattung über diese Vorfälle wurde von traditionellen Medien überhaupt erst durch den Druck der Öffentlichkeit in den sozialen Medien aufgegriffen. Besonders frappierend: die wirklichen Details der Skandalnacht von Köln wurden erst im Dezember 2016 – also beinahe ein Jahr danach – in den Medien aufgearbeitet. Ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen. Ein Schlag ins Gesicht jedes mündigen Bürgers. Ein Schlag ins Gesicht des Wählers – und damit des eigentlichen Souveräns unserer Länder!

Die Gründe dafür mögen vielfältig sein, doch einer davon ist offensichtlich – und sein Vorliegen wie das offenkundige Schweigen der Medien darüber ist ein Skandal allerersten Ranges. Wenn wir in der öffentlichen Debatte von Fake-News und gezielter Desinformation sprechen, müssen wir uns bewusst machen, dass jedes Medium immer auch eine politische Blattlinie hat. Das bedeutet, dass nicht nur Inhalte, sondern auch die Art und Weise wie über diese berichtet wird, zutiefst von politischen Positionen mitgeprägt wird. Jeder Bericht in den Medien, jeder Artikel, jedes Interview – und der Zusammenschnitt desselben – IST eine Form von politischer Botschaft und Beeinflussung, auch wenn dem Konsumenten dies nicht immer bewusst ist.

Wenn Angesichts dieser Sachlage, die die erwiesene Realität in der heutigen Medienlandschaft ist, traditionelle Medien gegen „Fake-News“ zu Felde ziehen, so sollte uns bewusst sein, dass es hier um einen medialen Kampf – ein zähes Ringen – zwischen den etablierten Medien und unabhängigen Medienprojekten geht, der 1:1 dem Ringen um die politische Vorherrschaft – und damit die Themenhoheit in den Medien – der aktuellen politischen Lage entspricht. Und es obliegt jedem Einzelnen von uns sich die kritische Frage zu stellen, ob nicht auch das Verschweigen zentraler Informationen in den etablierten Medien, die sich selbst nicht scheuen politische Kampfbegriffe noch und nöcher zu verwenden, und die Nazikeule geradezu exzessiv auf alles was nicht strammlinks, semiliberal oder ultramultikulturell ist, niedersausen lassen, eine Form von Desinformation ist, die gegenüber der Öffentlichkeit betrieben wird.

Ja, vielleicht sollten wir uns sogar die Frage stellen, ob nicht die Furcht vor den angeblich gezielt gesetzten Fake-News, in Wahrheit die unbewusste Furcht etablierter Medien und ihrer Mitarbeiter vor der eigenen politischen Schieflage ist, mit der die Medienkonsumenten schon seit Jahrzehnten konfrontiert werden. Eine abschließende Antwort darauf kann und soll an dieser Stelle nicht gegeben werden. Dieser Artikel versteht sich jedoch als ein wesentlicher und kritischer Beitrag zur öffentlichen Debatte rund um die Problemstellung der politischen Prägung aller uns in den Medien präsentierten Informationen, der das Spannungsfeld von legitimer politischer Meinung der Medienschaffenden und der daraus resultierenden politischen Prägung der öffentlichen Meinung aufzeigen will.

Über Markus Zeitlhofer

Markus Zeitlhofer
Markus betreibt in Graz die Metkelterey - ein zeitgemäßes Start-Up und ein patriotischer Freiraum in Graz. Daneben schreibt er Artikel und EBooks zu verschiedenen Themen und setzt sich leidenschaftlich für die Werte von Heimat, Freiheit und Tradition ein.

2 Kommentare

  1. Die ersten „Fakenews“, Falschmeldungen (nicht über mein Fachgebiet) habe ich bewusst von der ARD (oder war es das ZDF?) über Ereignisse in der Ukraine erlebt, die im „deutschen“ Fernsehen vollkommen anders dargestellt, „verkauft“ wurden, als sie in Wirklichkeit stattgefunden hatten (die Bilder aus dem Stadion, das jedoch tatsächlich fast leer war). Bis dahin hatte ich mich eher mit Propaganda auch aus dem 2. Weltkrieg beschäftigt, jedoch immer mit jener über Konflikte, die bereits seit einiger Zeit vergangen waren. Ukraine war für mich daher das erste Mal, so etwas bewusst in Echtzeit zu erleben, und dann auch noch in den offiziellen Medien meiner eigenen Heimat. Obwohl es einem auch (nur eben langsamer) offensichtlich wird, wenn man unabhängige Geschichtsforschung betreibt, dass (auch) mit den traditionellen deutschen Medien etwas nicht stimmen kann, wenn sie auch über längst vergangene Zeiten immer nur einseitig Halbwahrheiten berichten (wie abgesprochen allerdings, ohne Ausreisser oder auch mal einer offiziell abweichenden Meinung, was statistisch eher ungewöhnlich, und darum verdächtig ist). Der Rest ist dann nur noch, je nach Befähigung, wissenschaftliche Fleissarbeit, 8 Jahre lang, wenn der erste Funke des Zweifels an der offiziellen Version (auch) der deutschen Geschichte erst einmal entzündet ist. Wenn dann aber bestimmte Informationen sogar mit juristischen Mitteln gezielt unterdrückt und manche Menschen verfolgt oder ausgegrenzt werden, dann hat man „die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ schon beinahe entdeckt, ist man ihr dann schon ganz dicht auf der Spur, egal wie ungeheuerlich sie einem dann auch vorkommen mag. Sie hat allerdings auch etwas erlösendes, etwas unglaublich befreiendes.

    https://www.youtube.com/watch?v=HHmZURwRIeQ

  2. Natürlich richtig. Die Junge Freiheit hat unlängst eine konzise Darstellung systemmedialer Verschaukelungen mit dem passenden Titel „Die Deutungshoheit wackelt“ lanciert: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2017/die-deutungshoheit-wackelt/

    Dies trifft auch der Artikel hier gut. Man darf nie alles blind glauben, egal von wem. Dass aber, wie ich in BRD-Medien gelesen habe, man das neue Orwell’sche Wahrheitsministerium dezidiert für Türken und Russlanddeutsche schaffen will, ist einfach lächerlich, um die Deutschen zu beruhigen: Ihr seid eh nicht gemeint. Alles nur Nebelgranaten und Heuchelei, denn natürlich geht es um die Deutschen, die im Netz ihre Meinungen ohne Beschränkungen kundtun könnten!

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