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Agalloch – The Serpent & The Sphere (CD)

Agalloch entspricht genau dem Typ von Bands, denen ein einzig treffendes Genre zu finden, fast unmöglich erscheint, ohne fünf verschiedene Begriffe zu verwenden. Nun beschenkten sie uns wieder mit einem Album, welches sich stilistisch mit Bezeichnungen wie Black Metal, Post Metal, Doom Metal, Folk und etlichen weiteren schmücken lassen darf. „The Serpent & The Sphere“ …

Review Overview

Grandiose Stilerweiterung!

Gesamteindruck

Summary : Monumetale "Post Black Metal"-Wanderung zwischen Makro- und Mikrokosmen!

Benutzerwertung: 3.68 ( 6 Wertungen)
95

Agalloch entspricht genau dem Typ von Bands, denen ein einzig treffendes Genre zu finden, fast unmöglich erscheint, ohne fünf verschiedene Begriffe zu verwenden. Nun beschenkten sie uns wieder mit einem Album, welches sich stilistisch mit Bezeichnungen wie Black Metal, Post Metal, Doom Metal, Folk und etlichen weiteren schmücken lassen darf. „The Serpent & The Sphere“ ist das fünfte Album, welches nach dem 2010 erschienenen, ganz hervorragenden „Marrow Of The Spirit“ folgt und nun bei Eisenwald Tonschmiede, einem bekannten deutschen Black Metal Label (Ancestors Blood, Austere, Drudkh, Fen etc.), erschienen ist. Man kann sagen, dass uns die Herren wieder mit bezaubernden, düsteren musikalischen Landschaftsbildern beglückt haben.

Birth And Death Of The Pillars Of Creation” eröffnet das Album mit einem langsamen atmosphärischen Gang, schreitet weiter in Richtung doomige Tiefen. Man wird an Bands wie The 3rd and the Mortal oder Graveyard Dirt erinnert, wo Black und Doom Metal miteinander verschmelzen, vermischt mit John Haughm’s trauererfüllten Growls und gelegentlichen Vocals im Hintergrund von Don Anderson. Das Lied ist sofort eines der absoluten Favoriten auf diesem Album. Fast schon unauffällig verklingt es in das ungefähr dreiminütige, hypnotisierende Akustik Stück „(Serpens Caput)“, welches trotz seiner Einfachheit durchaus entzückt und gleichzeitig fesselt. Schon zu diesem Zeitpunkt wirkt das Album wie aus einem Guss, es fließt gleichmäßig und nahtlos dahin, und man merkt, wie gut die Aufnahmen durchgehend, mit grandios produzierten Rohschnitten, harmonieren. „The Astral Dialogue“ und „Dark Matter Gods“ gehen mehr in Richtung Death/Doom, aber man erkennt trotzdem die strikt geführte Black-Metal-Linie. Ulver trifft hier leicht auf My Dying Bride. „Celestial Effigy“ wurde schon einige Zeit vor Album-Release veröffentlicht und verführt auf jeden Fall den typischen Black-Metal-Hörer. „Cor Serpentis (The Sphere)“ ist wieder ein schönes akustisches Zwischenspiel im selben Stil wie der zweite Titel und geht voran in die wunderbare letzte Hälfte des Albums. „Vales Beyond Dimension“ überrascht mit unglaublich progressiven Riffs und zeigt einen weiteren der verschiedenen musikalischen Aspekte auf. „Plateau Of The Ages“ ist ein zwölfminütiges Epos und geht wieder zurück in melancholische Gefilde, einem langsamen Klagegesang gleichkommend und spiegelt einen Großteil des Albums wider.

Nun am Schlusslied „(Serpens Cauda)“ angelangt, muss ich sagen, dass sich schon nach dem ersten Hören des Albums, der Kauf wieder einmal richtig gelohnt hat und ich es definitiv zu den Favoriten des Jahres 2014 zählen kann. Agalloch-Fans werden hier sicher nicht enttäuscht, auch wenn die Band ihren Stil einmal wieder, oder gerade deshalb, neu definiert hat. Der Winter kann kommen!

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Liedliste:

1. Birth And Death Of The Pillars Of Creation (10:28)
2. (Serpens Caput) (3:06)
3. The Astral Dialogue (5:11)
4. Dark Matter Gods (8:36)
5. Celestial Effigy (6:59)
6. Cor Serpentis (The Sphere) (2:58)
7. Vales Beyond Dimension (6:48)
8. Plateau Of The Ages (12:26)
9. (Serpens Cauda) (3:12)

 

Über Julian U.

Julian U.
Lebt in Wien, als Student sowie leidenschaftlicher Bücher- und Tonträgersammler.

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